75 Jahre

 

Freiwillige Feuerwehr

Albrechts

 

1927 - 2002
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herausgegeben von der

Freiwilligen Feuerwehr Albrechts

Im Dezember 2002

 

Impressum:

Herausgeber: Freiwillige Feuerwehr Albrechts,

Für den Inhalt verantwortlich:

ABI Zechmann Franz, 3961 Albrechts 1

 

Gestaltung: FM Zechmann David, 3961 Albrechts 80

Druck: Druckerei  Berger, 3950 Gmünd
 

Die Freiwillige Feuerwehr Albrechts feiert im Dezember 2002 das Jubiläum ihres 75-jährigen Bestandes.

Mit einfachen Geräten, aber mit großer persönlicher Begeisterung und Einsatzbereitschaft haben sich im Jahr 1927 tüchtige Männer zur Abwehr von Gefahren, vor allem der Feuersgefahr, in ihrer Heimatgemeinde zusammengeschlossen. Die Gründung dieser Wehr war also ein mutiger und wichtiger Schritt zur Selbsthilfe.

Die Freiwillige Feuerwehr Albrechts hat in den 75 Jahren ihres Bestehens die an sie gestellten Herausforderungen angenommen und ihre Mitglieder haben stets die selbst auferlegte Hilfeleistungspflicht nach bestem Wissen und Können erfüllt.

Der technische Fortschritt hat uns viele neue Möglichkeiten eröffnet, aber auch einige neue Gefahren gebracht. Die Tätigkeit unserer Feuerwehren hat sich deshalb von der ursprünglich überwiegenden Brandbekämpfung zu einer umfassenden Gefahrenabwehr entwickelt. Das haben auch die beiden Hochwasserkatastrophen im August dieses Jahres bewiesen und bestätigt, dass unsere Freiwilligen Feuerwehren unverzichtbare Einrichtungen für unsere Sicherheit sind.

Die Freiwillige Feuerwehr Albrechts hat mit dieser Entwicklung stets Schritt gehalten und verfügt derzeit über eine gediegene Ausrüstung sowie ein zweckmäßig gestaltetes, im Jahr 1995 fertiggestelltes Feuerwehrhaus. Das sind sichtbare Zeichen der großen Anerkennung ihrer Leistungen durch die Bevölkerung von Albrechts und die Gemeinde Waldenstein.

Zum Jubiläum des 75-jährigen Bestehens gratuliere ich der Frei­willigen Feuerwehr Albrechts sehr herzlich und danke gleichzeitig allen ihren Mitgliedern für die treue und pflichtbewusste Arbeit im Dienst der Allgemeinheit.

Für die Zukunft wünsche ich dieser Wehr weiterhin viel Erfolg!

Dr. Gerhard Schütt, Bezirkshauptmann in Gmünd


 

Als Bürgermeister der Gemeinde Waldenstein freue ich mich, der Freiwilligen Feuerwehr Albrechts zu ihrem 75jährigen Bestandsjubiläum gratulieren zu dürfen..

Wir gedenken in Dankbarkeit jener Männer, die bereits vor 75 Jahren den Grundstein für die heutige Feuerwehr legten. Wenn sich auch seither vieles änderte - das Ideal ist immer das gleiche geblieben: Unter Einsatz des eigenen Lebens Hab und Gut, Gesundheit und vielfach auch das Leben des Mitmenschen, vor allen nur erdenklichen Katastrophen zu schützen. Die Aufgabe der Hilfeleistung bei Feuersnot ist in der heutigen Zeit etwas in den Hintergrund getreten. Feuerwehrmänner sind heute auch Helfer, die bei Umweltkatastrophen und Unfällen der verschiedensten Art stets einsatzbereit sind, was natürlich immer mehr Ausbildung und Opfer von Freizeit und Urlaub mit sich bringt. Gerade die Hochwasserkatastrophe im heurigen Jahre hat uns gezeigt, wie gut ausgebildet unsere Feuerwehrmänner sind.

Im ländlichen Bereich leistet die Feuerwehr auch einen wesentlichen Beitrag für das Funktionieren der Dorfgemeinschaft.

Die Gemeinde Waldenstein wird auch in Zukunft bemüht sein, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, um der Freiwilligen Feuerwehr Albrechts die Bewältigung ihrer Aufgaben zu ermöglichen.

Mein besonderer Dank gilt allen Feuerwehrkameraden, die unermüdlich bestrebt sind, ihre Ausbildung zu steigern, um im Ernstfall Vorbildliches leisten zu können. Möge der Idealismus und die Kameradschaft der heutigen Generation, ihre Opferbereitschaft und Pflichttreue auf Nahestehende und Freunde ausstrahlen und damit der Feuerwehr neue Mitglieder und Gönner bringen.

Ich bin stolz darauf, dass auch ich fünf Jahre Kommandant dieser Feuerwehr sein durfte und hoffe, dass die Feuerwehrkameraden auch weiterhin ihrem Leitspruch „Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr“ zum Wohle unserer schönen Heimatgemeinde treu bleiben.

Alois Strondl, Bürgermeister der Gemeinde Waldenstein


 

Die Freiwillige Feuerwehr Albrechts kann im Jahr 2002 auf ihr 75-jähriges Bestehen zurückblicken. Die Männer der Wehr werden mit Stolz dieses Fest begehen. Denn mannigfach ist die Hilfe gewesen, die in Einzelfällen und auch bei schwierigsten Einsätzen geleistet wurde. Gleichzeitig gibt mir dieses Jubiläum die Gelegenheit, mich bei den Kameraden der Wehr und bei ihren Familien zu bedanken, denn sie alle opfern ein hohes Maß an Freizeit, um sich jenes Wissen und Können anzueignen, welches unsere technisierte Zeit mit all ihren Gefahren abverlangt, damit dem Nächsten, der sich in Not und Gefahr befindet, Hilfe und Schutz geboten werden kann. Das 75-jährige Bestehen der Wehr zeigt auf, wozu der Mensch in der Lage ist, wenn er eine freiwillig übernommene Aufgabe mit ganzem Herzen und mit viel Heimatliebe erfüllt.

Die Gefahrenbekämpfung wird immer vielfältiger. Zu  den Einsätzen  zur Brandbekämpfung und zu zahlreichen technischen Einsätzen kommen auch immer mehr die Einsätze für den Umweltschutz, wie zum Beispiel Öleinsätze und Einsätze bei gefährlichen Stoffen.

Wir arbeiten alle daran, dass wir sämtliche Aufgaben, die an uns herangetragenen werden,  meistern können. Ich wünsche der Feuerwehr Albrechts, dass sie neben der nötigen Ausrüstung auch in Zukunft immer gutausgebildete Männer in ihren Reihen hat, die zum Gelingen der Einsätze wichtig sind.

Zum 75-jährigen Gründungsjubiläum spreche ich den wackeren Männern der Freiwilligen Feuerwehr Albrechts Dank und Anerkennung aus.

Oberbrandrat Otmar Bauer, Bezirksfeuerwehrkommandant


 

Als Abschnittskommandant des Feuerwehrabschnittes Gmünd gratuliere ich der Freiwilligen Feuerwehr Albrechts zum 75-jährigen Bestandsjubiläum sehr herzlich.

Ein stolzes Jubiläum für eine Hilfsorganisation, die auf Freiwilligkeit und Selbstlosigkeit aufgebaut ist.

Die Gerätschaft, die Ausrüstung und die Art der Einsätze haben sich in diesen 75 Jahren enorm verändert. Standen früher Brandbekämpfungen an erster Stelle, so werden jetzt die Feuerwehr zum Großteil zu technischen Einsätzen gerufen, die immer mit großen Gefahren verbunden sind.

Nicht geändert hat sich aber die Einstellung der Feuerwehrmänner und -frauen, für die damals wie auch heute die freiwillige Hilfe am Nächsten im Vordergrund steht. Gerade im abgelaufenen Jahr hat uns der Hochwassereinsatz deutlich vor Augen geführt, wie wichtig schnelle und effiziente Hilfe im Notfall ist. Alle Einsätze können nur geleistet werden, wenn die Zusammenarbeit und Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr stimmt und sich jeder auf den anderen verlassen kann.

Es freut mich daher besonders, dass ein motiviertes Team die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Albrechts inne hat und ich bin sicher, dass diese Feuerwehrmänner auch in Zukunft den Aufgaben gewachsen und im Dienste der Feuerwehr tätig sein werden.

Ich wünsche der Freiwilligen Feuerwehr Albrechts und allen Mitgliedern auch für die Zukunft alles Gute.

Gut Wehr!

Brandrat Franz Krenn, Abschnittsfeuerwehrkommandant


 

Vor 75 Jahren, am 28. Dezember 1927, wurde unsere Feuerwehr gegründet. Damit ist die FF Albrechts eine der jüngsten im Bezirk Gmünd. Trotzdem können wir auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken:

Bereits ein halbes Jahr nach der Gründung wurde die erste Motorspritze angekauft. Dies war nur möglich, weil im ganzen Bezirk eifrig gesammelt wurde, was heute undenkbar wäre. Eine Pferdekutsche und das Feuerwehrhaus waren die nächsten Investitionen. In den folgenden Jahrzehnten waren die verantwortlichen Männer immer bestrebt, modernes, den Anforderungen gerecht werdendes,  Gerät anzuschaffen. Ein großer Teil des dafür notwendigen Geldes musste durch Veranstaltungen aufgebracht werden. Dabei hat uns die gesamte Bevölkerung des Ortes immer großartig unterstützt.

Durch Kurse in der Landesfeuerwehrschule, Übungen, Schulungen und    die Teilnahme an  Leistungsbewerben konnte immer das nötige Wissen angeeignet werden, um den Menschen in und um Albrechts in der Not zu helfen.

Gerade das zu Ende gehende Jahr mit dem Jahrhunderthochwasser hat gezeigt, wie wichtig das flächendeckende Netz der Freiwilligen Feuerwehren in unserer Heimat ist.

Ich danke allen, die uns in den vergangenen 75 Jahren unterstützt haben und hoffe, dass die FF Albrechts auch in Zukunft zum Wohle der Bevölkerung beitragen wird.

 

Für die Gestaltung dieser Festschrift wurden in den letzten Monaten eine Menge an Fotos und Dokumenten zusammengetragen, gesichtet und ausgewertet.

Obwohl das Protokollbuch seit der Gründung geführt wird, sind darin sehr viele Daten und Vorkommnisse leider nicht verzeichnet und es gibt vor allem von den ersten Jahren sehr wenig Bildmaterial. Aus der Zeit des zweiten Weltkrieges gibt es überhaupt keine Aufzeichnungen.

Ich habe von einigen Albrechtser Dorfbewohnern Fotos erhalten und bedanke mich dafür recht herzlich. Es ist natürlich unmöglich zu wissen, wer noch im Besitz von Erinnerungsstücken ist. Sollte durch diese Festschrift jemand daran erinnert werden, wo es noch mehr Material aus den letzten Jahrzehnten gibt, so ersuche ich um Mitteilung. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten kann dieses Material der Nachwelt erhalten und vielleicht für ein ähnliches Werk zum 100. Gründungsfest verwendet werden.

Diese Festschrift befasst sich zum überwiegendem Teil mit der Geschichte und dem immer wiederkehrenden Problem, das nötige Geld für die Ausrüstung sicherzustellen. Über Einsätze gibt es sehr wenige Aufzeichnungen und so gut wie keine Fotos.

Vor Ihnen liegt eine Festschrift, die einen Querschnitt über das Geschehen der Feuerwehr Albrechts in den letzten 75 Jahren gibt

 

Gut Wehr!

Abschnittsbrandinspektor Franz Zechmann

Kommandant der FF Albrechts

 

Funktionäre der FF Albrechts seit ihrer Gründung 1927

 

Kommandanten:

 

Schmid Franz                       1927 - 1939

Schuh Josef, Nr.16              ?

Edinger Josef,                      1946 - 1952

Maier Franz                          1952 - 1962

Schuh Franz                         1962 - 1965

Maier Karl                            1965 - 1976

Zeinlinger Johann               1976 - 1996

Strondl Alois                       1996 - 2001

Zechmann Franz                  seit 2001

 

Kommandantenstellvertreter:

 

Grossauer Bartholomäus   1927 - 1939

   ?           (Während des Krieges)

Zeilinger Sylvester              1946 - 1952

Wirth Ludwig                      1952 - 1959

Süß Anton                           1959 - 1962

Maier Karl                            1962 - 1965

Schuh Franz                         1965 - 1968

Schwingenschlögl Karl      1968 - 1971

Zeinlinger Johann               1971 - 1976

Zeilinger Josef                     1976 - 1978

Fuchs Franz                         1978 - 1987

Zechmann Franz                  1987 - 1996

Hafner Martin                      seit 1996

Hafner Gerhard 2. STV       seit 2001

 

Schriftführer:

 

Schuh Josef Hausnr. 10     1927 - 1934

Oberbauer Ludwig              1934 - 1939

Schuh Johann Hausnr. l1   1946 - 1962

Seidl Hermann                     1962 - 1971

 

 

Kassiere:

 

Zwettler Christian               1927 - 1934

Döller Franz                          1934 - 1939

Süß Anton                           1946 - 1959

Wirth Johann                       1959 - 1962

Döller Karl                            1962 - 1965

Maier Franz                          1965 - 1971

 

Verwalter:

 

Seit 1971 Schriftführer und Kassier

Seidl Hermann                     1971 - 1976

Grossauer Franz                  1976 - 1996

Zechmann Franz                  1996 - 2001

Ing. Schuh Gerhard             seit 2001

 

Zeugwarte:

 

Forstner Franz                     1927 - 1934

Fiedler Johann                     1934 - 1939

Schmid Friedrich                 1946 - 1959

Schuh Willibald                   1959 - 1968

Schmid Friedrich                 1968 - 1969

Scherzer Johann                  1969 - 1971

Zeinlinger Johann               1971

Hafner Gerhard                    1971 - 2000

Pregersbauer Ernst             seit 2000

 

 

 

In Ehrfurcht und

Dankbarkeit gedenken

wir aller verstorbenen

Feuerwehrkameraden.

 

 

Freiwillige Feuerwehr Albrechts

 

gegründet am 28. Dezember 1927 unter der Leitung der Herren: Bürgermeister Leopold Schuh und Vizebürgermeister Bartholomäus Grossauer.

 

Als ausübende Mitglieder meldeten sich zweiundzwanzig Mann.

  1. Franz Schmid,            geb. 28. 08. 1878, Hauptmann
  2. Bartholomäus Großauer,    16. 08. 1874, Hauptmannstv.
  3. Christian Zwettler, 
            22. 12. 1880, Kassier
  4. Ludwig Wirth,                   19. 08. 1901, Spritzenmeister
  5. Josef Schuh, Nr. 10,          10. 03. 1900, Schriftführer
  6. Joh. Schwingenschlögl,      13. 05. 1883, Steiger, Rottenführer
  7. Josef Schuh, Nr. 16,          15. 08. 1897, Steiger, Rottenf. stv.
  8. Ludwig Oberbauer jun.      14. 08. 1905, Hornist
  9. Johann Schuh, Nr. 11,       27. 06. 1906, Hornist
10. Franz Forstner,                  09. 11. 1900, Zeugwart
11. Sylvester Zeilinger,
           29. 12. 1896, Sanität
12. Franz Döller,                     23. 11. 1898, Sanität
13. Josef Edinger,                    12. 08. 1898, Steiger
14. Johann Brantner,                12. 07. 1907, Spritzenm.-Stv.
15. Ludwig Oberbauer sen.     22. 08. 1879, Steiger
16. Hans Zipin,                        23. 10. 1889, Wehrmann
17. Johann Schuh, Nr. 10        14. 05. 1904, Wehrmann
18. Johann Maier,                    31. 03. 1881, Steiger
19. Johann Spreng,                  07. 05. 1904, Wehrmann
20. Josef Zeilinger,                   16. 02. 1892, Wehrmann
21. Franz Maier,                      21. 11. 1905, Wehrmann
22. Josef Brantner,                  31. 07. 1908, Wehrmann

 

Die Bezirkshauptmannschaft Gmünd erteilte am 21. Jänner 1928 eine Sammelbewilligung auf die Dauer vom 22. Jänner 1928 bis 11. März 1928 zwecks Anschaffung einer Motorspritze. Dabei wurde für jeden Sammler ein Sammelbuch mit genauer Personenbeschreibung ausgestellt. Neben der BH musste jedes Gemeindeamt die Sammlung bewilligen. 

Franz Schmid sammelte  in den Gemeinden Weissenalbern, Weitra, St. Wolfgang, Langfeld, Hollenstein, Ulrichs (bei Kirchberg), Gmünd, Eibenstein, Waldenstein, Schrems, Hoheneich, Seyfrieds, Kirchberg am Walde und Groß Otten.

Ludwig Wirth sammelte in den Gemeinden Altweitra, Unserfrau, Brühl, Gross Wolfgers, Hörmanns, Gmünd, Reichenbach, Zehenthöf, Grünbach,  Hirschbach, Schrems, Großpertholz, Brand,  Großrupprechts, Fromberg und Heidenreichstein.

Johann Schwingenschlögl sammelte in den Gemeinden Friedreichs, Gross -  Schönau, Mistelbach, Dietmanns, Wielands, Pyhrabruck, Höhenberg, Unter – Lembach, Ober – Lembach, Eichberg, Gmünd, Wultschau, Lauterbach, Harbach, Schrems, Amaliendorf und Watzmanns.

Josef Edinger sammelte in den Gemeinden Siebenlinden, Weitra, Reinprechts, Tiefenbach, Steinbach, Kottinghörmanns, Ulrichs, Gmünd, Eibenstein, Schrems, Langegg, Kleinpertholz und Heidenreichstein.

Ludwig Oberbauer sammelte in den Gemeinden Siebenlinden, Weitra, Heinrichs, Schagges, Lang – Schwarza, Süssenbach, Ottenschlag, Warnungs, Gross - Neusiedl, Klein - Schönau, Gmünd, Nondorf, Gebharts, Schrems, Pürbach,   Heidenreichstein, Altmanns und Gross Otten.

Diese Sammlungen ergaben einen Betrag von rund S 4.100,-

In Albrechts wurde ein Betrag von S 1.115,- gespendet. 

Für Bahnfahrten beim Sammeln  Ausgaben von S 59,10.

 

Feuerwehrhaus, gebaut 1928.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einsatzfahrzeug 1928

 

Am 10. Juni 1928 wurde die 1. Motorspritze angeliefert und am 29. Juni die 1. Spritzenübung abgehalten. Bereits am 12. September war in der Bau- und Holzindustrie AG in Gmünd II  ein Großbrand, wobei die FF Albrechts im Einsatz war.

Die Freiwillige Feuerwehr feierte am 15. Juli 1928 bei herrlichem Wetter mit einer Anzahl von 300 Feuerwehrkameraden ihr Gründungsfest, verbunden mit Spritzen- und Depotweihe.

Als Spritzenpatin fungierte Marie Fegerl, Fleischhauergattin aus Grillenstein. Als Ehrendamen waren vertreten: Leopoldine Oberbauer, Wetti Schuh, Resi Binder und Hedwig Grossauer.

Gesamteinnahmen des Festes: S 1.199,74. 

Kosten Motorspritze S 5.986,55 + Fracht S 13,45 = S 6.000,--.

Der Umbau des Gerätehauses kostete S 1.270,28.

Bezirksfeuerwehrtag 1932 in Albrechts

Am 10. Juli 1932 in Albrechts, Marsch nach Waldenstein zum Kriegerdenkmal, Kranzniederlegung, Ansprachen der Herrn Franz Schmid, Hauptmann von Albrechts und Litschauer, Hauptmann von Waldenstein. Abmarsch von Waldenstein nach Albrechts zum Gasthaus Zeilinger, wo die Delegiertenversammlung stattfand. Von 13 – 14  Uhr Empfang der Wehren, Auszeichnungen für langjährige Dienstzeit. Um 15 Uhr 30 Gruppenübung der FF von Albrechts,  Waldenstein und Nondorf, welche für Albrechts und Waldenstein sehr gut und für Nondorf gut beurteilt wurde. Nachher Abmarsch zum Gartenkonzert, wo unterdessen ein riesiger Platzregen hernieder strömte, und alle Festteilnehmer den Häusern zuströmten, der schön angelegte Garten fast unbenützt blieb. In den Saallokalitäten des Josef Zeilinger wurde das Kränzchen abgehalten. Reingewinn des Bezirksfeuerwehrtages S 533,43, welcher zur Erhaltung der Wehr und Abzahlung von Schulden verwendet wurde.
 

Brand in Albrechts

Am 15. Juli 1939 ging über unserer Ortschaft ein heftiges Gewitter nieder wo es um 10 Uhr 30 abends im Hause Nr. 3 bei Ludwig Oberbauer einschlug und sofort zündete. Scheune und Stallungen wurden ein Raub der Flammen. Nur durch tatkräftiges Einschreiten der Ortsfeuerwehr ist es zu danken, dass die Nachbargebäude verschont blieben und auch der Hausstock förmlich unversehrt erhalten wurde, was von der ganzen Bevölkerung als ein Wunder bestaunt wurde. Am Brandplatze waren folgende Feuerwehren erschienen. Waldenstein, Höbarten, Nondorf, Hoheneich, Gmünd II (Lager) und Gmünd, letztere trat nicht mehr in Aktion. Es regnete bei den Angriffsarbeiten die ganze Nacht, sodass die ganze Mannschaft ganz durchnässt war, und es wurde von Seiten des Bezirks­kommandanten der Wehr Albrechts sowie allen tatkräftigen Wehren der Beste Dank ausgesprochen.

 

Geschrieben in ewiger Erinnerung.

 

Schmid Franz

 

 

Das ist die letzte Eintragung im Protokollbuch bis zum Jahre 1946.
Am 18. 12. 1946 wurde im Gasthaus Zeilinger die FF Albrechts neu aufgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Die ersten Nachkriegsjahre waren nicht nur für die Bevölkerung eine harte Zeit.

1947:   Der Kassastand betrug zu Beginn des Jahres      S  39,--
Für 30 Liter Benzin wurden S 26,-- und für Marken S 1,20 ausgegeben. Die übrigen Ausgaben  von S 724,50 wurden in diesem Jahr von der Gemeinde bezahlt.
Der   Kassastand  am Ende des Jahres betrug  S  11,80.

1948:   Im Jänner  erhielt die FF eine Subvention von       S     500,--
Einnahmen vom Feuerwehrball                            
            S 1.818,40
Gesamte Ausgaben  im Jahr 1948                                   
 S 1.541,90
Der   Kassastand  am Ende des Jahres betrug      
            S    788,30
Die einzige Einnahme der folgenden Jahre war der jährlich abge­haltene Feuerwehrball.

Einnahmen                 Ausgaben                   Kassastand

1949:   S 1113,--                    S 1047,35                   S   853,95

1950:   S   620,--                    S 1071,80                   S   402,15

1951:   S   644,--                    S 1831,81                   S 1014,34
S 1800,--  Subvention für Schläuche.
In diesem Jahr wurden 60 m Schläuche samt Kupplung angeschafft. Preis: S 1423,10

1952:   S 1117,--                    S 1065,30                   S 1066,04

1953:   In diesem Jahr wurde ein Feuerwehrball (S 1700,-- Reingewinn), eine Florianisammlung (S 119,--), das 25-jährige Gründungsfest (Reingewinn S 4.029,--) und eine Sammlung für das 1. Feuerwehrauto (S 4.055,--) abgehalten.

Protokoll

Aufgenommen am 12. 1. 1954 in Albrechts.

Vormerkung über den Ankauf des Feuerwehrautos

Über Antrag der Gemeindevertretung unter Bürgermeister Anton Filler und der Freiwilligen Feuerwehr unter Hauptmann Franz Maier in Albrechts wurde der Ankauf des Feuerwehrautos beschlossen.

 

Brantner Johann           Grossauer Franz

Der Antrag wurde der Vollversammlung vor­gelegt und einstimmig angenommen. Das Auto wurde am 1. Mai 1953 angekauft. Das Auto kostete 10.000,-- Schilling. Die Gemein­de Albrechts leistete S 7.000,--. Der übrige Betrag wurde durch Sammlung in der Gemeinde Albrechts aufgebracht. Die Gutsverwaltung Dr. Hubert Salvator Habsburg Lothringen in Gmünd spendete S 500,--. Frau Marie Oberbauer, die als Patin bei der Autoweihe fungierte, spendete S 1.000,--. Die beiden Ehrendamen, Maier Erna und Süß Anni, spenden je S 200,--.
 

Protokoll: Der Bau des neuen Feuerwehrdepots

Der Gemeinderat unter Bürgermeister Anton Filler, sowie der Ausschuss der Freiwilligen Feuer­wehr unter Kommandant Franz Maier hat im Jahr 1955 einstimmig den Bau eines neuen Feuerwehrhauses beschlossen, da das alte den damaligen Anforderungen nicht mehr entsprach.  Der Bau wurde im Jahre 1955 im November begonnen und im Jahr 1956 im Juni beendet. Die Kosten des Baues wurden zum Teil aus Landeszuschuss und zum Teil aus Gemeindemitteln bestritten.

Franz Döller spendete für geleistete Arbeiten beim Feuerwehrdepot S 670,-

Der Landeszuschuss betrug

S 55.082,--

Der Gemeinde kostete der Bau

S 56.520,--

 

Der Kommandant

    Maier Franz


 

 

 

 

 

 

Im Jahr 1957 wurden in Gmünd die 7. Niederösterreichischen Landes - Feuerwehrwettkämpfe durchgeführt. Die FF Albrechts konnte dabei im Bewerb Silber Klasse B (mit Alterspunkten) den ausgezeichneten 2. Platz erreichen.  

 

Von links nach rechts:

Zeilinger Franz, Maier Karl, Süß Wilhelm, Döller Karl,

Bürgermeister Anton Filler, Vizebürgermeister Anton Süß,

Feuerwehrkommandant Franz Maier,

Kommandantstellvertreter Ludwig Wirth,

Schuh Willibald, Schuh Franz, Schwingenschlögl Karl,

Wirth Johann, Oberbauer Franz.

 


 

Die Freiwillige Feuerwehr Albrechts feierte am 29. Juli 1962 die Weihe der neuen Spritze VW 75 (Kosten: S 12.455,--).

Nach feierlichem Empfang begrüßte Kdt. Franz Schuh (Bild links) die Festgäste, Herrn Landesfeuerwehrrat Fischer und die Feuerwehrkameraden auf das herzlichste.

Nach kurzer aber eindrucksvoller Ansprache des  Schuldirektors Hans Fitzinger und des LFR Fischer wurde die Weihe vollzogen und mit einer Schauübung der festliche Akt abgeschlossen.

Am 18. Oktober 1963 wurde ein gebrauchtes Löschfahrzeug mit Vorbaupumpe  der Marke Ford 1250 Baujahr 1954  mit von der FF Dürnstein um S 18.000,-- angekauft.

1967 wurde aus Anlass des 40-jährigen Gründungsfestes unter Kdt. Karl Maier (Bild unten) der Bezirksfeuerwehrtag abgehalten. Der Reingewinn dieses Festes betrug S 6.225,--.

 In diesem Jahr erfolgte die Zusammenlegung der Gemeinden Albrechts, Großneusiedl und Waldenstein zur Großgemeinde Waldenstein. Zur neuen Gemeinde gehören nun sieben Katastralgemeinden mit fünf Feuerwehren.

Die wichtigsten Einnahmen sind nach wie vor der Feuerwehrball, Sammlungen in Albrechts und jährlich rund S 6.000,-- von der Gemeinde.

Zu Beginn des Jahres 1976 betrug der Kassenstand S 16.826,--Das neu gewählte Kommando (Kdt. Johann Zeinlinger) beschloss daher erstmals, ein Zeltfest abzuhalten. Es war ein voller Erfolg. Der Abschnittsfeuerwehrtag 1977, verbunden mit dem 50. Gründungsfest wurde ebenfalls in Form eines Zeltfestes gefeiert.

 

Feuerwehrfußballturnier 1977 in Nondorf

Von links, stehend: Fuchs Franz, Schneider Erwin, Grossauer Franz, Schwingenschlögl Erich, Zechmann Franz, Huber Johann.
Von links, vorne: Hafner Andreas, Huber Alfred, Huber Karl, Schwingenschlögl Johann. Wirth Johann.

 

Um die Kosten für das Zelt zu sparen, beteiligte sich die Feuerwehr beim Bau einer Halle der Landwirte Zeinlinger Johann und Wirth Agnes. In den Jahren 1978 bis 1994 wurden die Albrechtser Feuerwehrfeste in dieser Halle durchgeführt. Auch beim Bezirksfeuerwehrleistungsbewerb 1998 und beim Abschnittsleistungsbewerb 2001 konnten wir die Halle benützen, die 1986 durch einen Zubau (WC und Schank) erweitert wurde.


 

Am 21. und 22. Juli 1979 fand das 4. Albrechtser Feuerwehrfest statt. Aufgrund des guten Erfolges der veranstalteten Feste konnte bei diesem Anlass bereits das Löschfahrzeug, ein VW - LT 35, und eine Tragkraftspritze von Herrn Präfekt Herbert Döller gesegnet werden. Die Patenschaft übernahmen: Frau Zeilinger Hedwig und Frau Gertrude Herzog. Für die Spende sei herzlich gedankt.

 

Von links: Mag. Herbert Döller, Johann Zeinlinger, Gertrude Herzog, Hedwig Zeilinger, Franz Fuchs, Bgm. Ferdinand Filler, Franz Grossauer

Der Kaufpreis betrug S 320.000, - Die Hälfte davon wurde von der FF Albrechts aufgebracht. Für einige Monate musste ein Darlehen aufgenommen werden. Johann Zeinlinger, Kommandant, sowie Kommandantstellvertreter Franz Fuchs und Verwalter Franz Grossauer bürgten dafür.

 

Am 6. 2. 1982 wurde ein gebrauchter Unimog 30 angeschafft und in vielen Arbeitsstunden zu einem „Rüstfahrzeug“ mit Seilwinde, Greifzug, Stromerzeuger, Tauch­pumpe, Motorsäge und verschiedenen techni­schen Geräten umgebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gruppenfoto 1985

Von links, stehend: Schuh Gerhard, Schuh Johann, Zechmann Franz, Wirth Johann, Fuchs Ernst, Zeilinger Franz, Resch Josef, Huber Johann, Schwingenschlögl Johann, Binder Markus, Poinstingl Erwin, Jenny Robert, Kocaget Herbert, Huber Karl, Huber Johann, Grossauer Franz.

Von links, sitzend: Schuh Franz, Grossauer Franz, Zeinlinger Johann, Maier Franz, Fuchs Franz, Zeilinger Josef, Schwingenschlögl Karl.


 

1987: 60 Jahre FF Albrechts mit Abschnittsfeuerwehrtag

Auszeichnung der Gründungsmitglieder:

Von links: Johann Brantner, Sylvester Zeilinger; Franz Maier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1993: Ankauf eines ge­brauchten Unimog von der FF Neulengbach. Dieses Einsatzfahrzeug wurde 2001 nach der Anschaf­fung des neuen Lösch­fahrzeugs wieder verkauft.


Bereits seit Jahren war über eine Vergrößerung des bestehenden Feuerwehrhauses nachgedacht worden. Die örtlichen Platzverhältnisse gestalteten sich jedoch so schwierig, dass bei der Mitgliederversammlung am 17. 01. 1994 im Gasthaus Zeilinger der Neubau eines Feuerwehrhauses an einem anderen Standort beschlossen wurde. Kdt-Stv. Franz Zechmann legte einen Entwurf vor und Bürgermeister Anton Weissensteiner berichtete über die Finanzierung. 

Am 08. April wurde mit den Bauarbeiten begonnen:


 

 

Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses am 8. Oktober 1995


 

 

Das Dorfhaus wurde 1997 eröffnet. Der Dorferneuerungs- und Verschönerungsverein Albrechts funktionierte das alte Feuerwehrhaus zu einem Gemeinschaftshaus um. Seither wird es gerne für verschiedenste Feiern, Bastelabende, Seniorenrunden und Jugendtreffs genutzt.

 

 

 

 

 

Die Mitglieder des Kommandos der FF Albrechts, Martin Hafner (Kdt.-Stv.), Alois Strondl (Kdt.) und Franz Zechmann (Verwalter), erreichten am 9. Mai 1997 das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold.

 

 

Helmut Fuchs erreichte beim Bewerb um das Funkleistungsabzeichen im Jahr 2001 das Punktemaximum von 300 Punkten und Markus Huber konnte 298 Punkte erringen. Leider gibt es davon keine Fotos.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2002 führten wir als 3. Feuerwehr des Bezirkes Gmünd den Bewerb „Technische Hilfeleistung“ durch. Das richtige Verhalten der Einsatzgruppe bei einem Verkehrsunfall und die Handhabung von Spreizer und Schere ist dabei gefordert. Außerdem muss der genaue Platz von 80 technischen Geräten im Einsatzfahrzeug bei verschlossenen Türen angezeigt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Textfeld: Manschaft der FF Albrechts 2002
 
Oben: OFM Fuchs Josef, FM Strondl Martin, LM Pregersbauer Ernst, LM With Johann,
OLM Huber Martin, OLM Huber Markus, OFM Fuchs Peter, HFM Kocaget Günter,
FM Zechmann David.
 
Mitte: OFM Forstner Johann, HFM Poinstingl Erwin, OFM Müllner Walter,
HFM Schwingelschlögl Johann, LM Grossauer Franz, EHBM, Zeilinger Josef,
OFM Huber Johann, VM Müllner Martin, LM Fuchs Helmut.
 
Unten: HFM Huber Johann, EHLM Schwingenschlögl Karl, BI Hafner Gerhard,
EHBI Zeinlinger Jojhann, ABI Zechmann Franz, EHBI Strondl Alois, BI Hafner Martin,
V Schuh Gerhard.
 
Nicht am Foto: OLM Huber Johann, LM Zeilinger Franz, HFM Schuh Johann,
HFM Oberbauer Franz, HFM Binder Josef sen., HFM Binder Josef jun.,
HFM Binder Markus, HFM Kocaget Herbert, HFM Jenny Robert, HFM Fuchs Ernst,
HFM Schwingenschlögl Erich, HFM Resch Josef, HFM Süß Rudolrf, OFM Döller Karl,
OFM Jenny Thomas, OFM Anderl Robert, FM Huber Jürgen, FM Huber Michael.