Zum Inhalt springen
  • Gross-Hoebarten.jpg

    WALDENSTEIN

    ist gestaltend

  • Gruenbach.jpg

    WALDENSTEIN

    ist gestaltend

  • Zehenthoef.jpg

    WALDENSTEIN

    ist gestaltend

Katastralen

Gemeinde Waldenstein

Die Gemeinde Waldenstein besteht aus sieben Katastralgemeinden.
Im Jahre 1850 konstituierte sich Waldenstein mit Groß-Höbarten zu einer eigenen Gemeinde.
1968 schlossen sich Albrechts, Groß-Neusiedl, Klein-Ruprechts, Grünbach und Zehenthöf der Gemeinde Waldenstein an.

Gesamtfläche: 22,74 km2
Einwohnerzahl: 1214
Seehöhe: 560 - 613 m

Katastralen

Der Ort liegt am alten Verbindungsweg zwischen Gmünd und Zwettl. 1144 wird ein Adelramus von Waldenstein erwähnt, der hier wahrscheinlich seinen Adelssitz hatte.

Das Wort "stein" und das Patrozinium "Hl. Michael" der Pfarrkirche weisen darauf hin. Danach wären die Grundfesten der Pfarrkirche eine Burgkapelle. Am Standort des heutigen Pfarrhofes dürfte sich das "Feste Haus" befunden haben.

Um den Adelssitz entwickelte sich das Dorf Waldenstein. Die Kirche Waldenstein unterstand dem Patronat Schweiggers und kam 1318 mit demselben in den Besitz des Stiftes Zwettl. Während des 30-jährigen Krieges wurde der Ort 1619 geplündert, 1645 gingen die Kirchenglocken zum Teil zu Bruch. 1747 wurde Waldenstein bischöfliche und ab 1784 landesfürstliche Pfarre. 1809 gab es französische und hessische Einquartierungen. 1795 hatte Waldenstein 40 Häuser. 1850 wurde Waldenstein gemeinsam mit Groß-Höbarten zu einer Gemeinde.

1968 kamen die weiteren Katastralgemeinde dazu und bilden seither die Gemeinde Waldenstein.

Das Breitangerdorf liegt an der Straße nach Gmünd nördlich von Waldenstein. Der Ort wurde im 12. Jhdt. von einem "Adakbreht" im nördlichen Teil der Kuenringischen Rodungsherrschaft Gmünd-Weitra gegründet.

1795 hatte der Ort 43 Häuser. von 1850 bis 1968 war Albrechts mit 266 Einwohnern eine eigene Gemeinde. Die Ortskapelle stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Das Breitangerdorf mit Gartenackerlüssen ist eine Gründung von einem "heripoto" im 12. Jahrhundert. 1784 wurde das Dorf von der Pfarre Weißenalbern auf Waldenstein umgepfarrt. 1822 wurde Höbarten erstmals Groß-Höbarten und hatte 25 Häuser. Ab 1850 gehört das Dorf mit damals 144 Einwohnern zur Gemeinde Waldenstein. Am 29. März 1888 wurde in Groß-Höbarten der Munsartdichte, Volkskundler und Sprachforscher Dr. Franz Schmutz-Höbarten geboren.

Groß-Neusiedl liegt südlich von Waldenstein. Seine Ost-Westlage deutet auf eine mittelalterliche Querstraße Altweitra-Hörmanns-Weißenalbern hin.Der Ort ist eine Neue Siedlung des 12. Jahrhunderts, Groß-Neusiedl heißt der Ort seit 1581. 1795 hatte das Dorf 34 Häuser. 1850 wurde Groß-Neusiedl mit Klein-Ruprechts zu einer Gemeinde, seit 1968 gehört der Ort gemeindemäßig zu Waldenstein. Die Ortskapelle mit barocken Figuren stammt aus dem 18. Jahrhundert.

In Groß-Neusiedl steht eine Buche, die laut Pfarrchronik 1842 gepflanzt wurde und einen Stammumfang von fünf Metern sowie einen Baumkronendurchmesser von 25 Metern hat. Sie soll die größte Buche des Waldviertels sein. Die Flur "Eisenberg" deutet auf eine Eisengewinnung hin.

Beim Feinasberg handelt es sich wahrscheilnlich um ein Burgstall des Gründers von Groß-Neusiedl, von "Henricus de Niusidil". Beim Feinasberg handelt es sich wahrscheilich um einen Feuerberg (ahd.: fenn = feuer), von wo aus bei Einfällen die Bevölkerung durch Feuerzeichen gewarnt wurde. Viele Sagen gibt es vom Feinasberg.

Das Längsangerdorf wird bereits 1270 urkundlich erwähnt, Lokator war ein gewisser "Rodprecht/Rueprecht". 1783 wurde Klein-Ruprechts von Weißenalbern auf Waldenstein umgepfarrt. 1795 hatte der Ort 22 Häuser. 1850 schlossen sich die 146 Einwohner mit Groß-Neusiedl zu einer Gemeinde zusammen und kamen 1968 zur Gemeinde Waldenstein. Die Ortskapelle ist von 1910.

Der Name des Breitangerdorfes kommt vom "Bach mit moosigem Grund". Um 1630, während des 30-jährigen Krieges, waren die Grünbacher sehr überzeugte Protestanten. 1795 hatte der Ort 19 Häuser. 1850 schloss sich Grünbach mit Weißenalbern zu einer Gemeinde zusammen, 1968 kam der Ort zur Gemeinde Waldenstein. Pfarre ist nach wie vor Weißenalbern.

Zehenthöf ist ein planmäßiger Bauernweiler mit Einzelhöfen und Blockfluren. Der Zehenthof des 12. Jhdts. wurde im Spätmittelalter (15. Jhdt.) in vier Höfe geteilt und an Bauern abgegeben, daher die Mehrzahl im Namen. Von 1590 bis 1848 gehörte Zehenthöf zur Herrschaft Engelstein. 1660 richtete Engelsteiun eine Schäferei mit 200 Schafen ein, wogegen die Untertanen protestierten. 1795 hatte der Ort drei Häuser, das vierte war wohl die Schäferei. Seit 1968 gehört der Ort zur Gemeinde Waldenstein.